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1.000 Wünsche - Wie die Wünschewagen Glücksmomente schenken

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Der Wünschewagen


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Menschen in ihrer letzten Lebensphase Glück und Freude schenken – das ist die Mission der ASB-Wünschewagen. Seit 2014 erfüllt das rein ehrenamtlich getragene und ausschließlich aus Spenden finanzierte Projekt Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Herzenswunsch und fährt sie gemeinsam mit ihren Familien und Freunden noch einmal an ihren Lieblingsort.
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Der Wagen

Die Wunscherfüller

1.000 erfüllte Herzenswünsche

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Um auf das Thema Hospiz/Palliativ und das Projekt aufmerksam zu machen, trafen sich am 18. Oktober 2018 mehr als 160 Wunscherfüller und 15 Wünschewagen in Berlin, strömten gemeinsam durch die Hauptstadt und präsentierten sich anschließend auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor.
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Der Wagen

Der Wünschewagen ist speziell auf die Bedürfnisse der Fahrgäste abgestimmt: besondere Stoßdämpfer, eine Musikanlage sowie ein harmonisches Konzept aus Licht und Farben machen die Reise zu einem angenehmen Erlebnis.

Bundesweit sind aktuell 20 mobile Wunscherfüller unterwegs, weitere stehen bereits in den Startlöchern. 
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Eine verspiegelte Rundum-Verglasung bietet einen Panorama-Blick in die Umgebung. Zugleich verfügen alle Wünschewagen über eine moderne notfallmedizinische Ausstattung, sodass das ASB-Team im Notfall medizinische Hilfe leisten kann.
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Auch für Intensivrollstühle bietet der Wünschewagen Platz.
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Die Fahrgäste können liegend transportiert werden oder im bequemen Begleitstuhl reisen.
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Die Wunscherfüller

Rund 1.300 ehrenamtliche Samariterinnen und Samariter begleiten die Wunschfahrten.
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Fast alle sind Fachkräfte - ob Pfleger, Krankenschwester, Palliativmediziner, Rettungskräfte oder Feuerwehrleute - sie alle engagieren sich freiwillig, um letzte Herzenswünsche wahr werden zu lassen.
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Wünschewagen Bremen

Wünschewagen Mannheim/Rhein-NEckar

Wünschewagen Saarland

Wünschewagen Allgäu/Schwaben

Wünschewagen München/Oberbayern

Wünschewagen Franken

Wünschewagen Rheinland-Pfalz

Wünschewagen Thüringen

Wünschewagen Rheinland

Wünschewagen Rhein-Ruhr

Wünschewagen Sachsen

Wünschewagen Niedersachsen

Wünschewagen Sachsen-Anhalt

Wünschewagen Brandenburg

Wünschewagen Mecklenburg-Vorpommern

Wünschewagen Hamburg

Wünschewagen Schleswig-Holstein

Wünschewagen Berlin

Wünschewagen Westfalen

Wünschewagen Hessen

Wünschewagen Mannheim

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1000 Wünsche werden wahr

haben unsere Wunscherfüller bereits gesehen. Und es sollen noch viel mehr werden.


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Silke will ans Meer

Hoch hinaus für Josie

Stephan und Diana erneuern ihr Ehreversprechen

Einmal noch einen Delphin streicheln

Julius Traum vom Fliegen

Siggis letzter Urlaub

Den 2. Hochzeitstag auf Amrun

Ein letztes Mal Elbwasser spüren

Mehr erfüllte Herzenswünsche

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Die Angehörigen

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"Das ist für uns eine ganz wichtige Erinnerung. Die vergessen wir nie." Bernd Stiegler 

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Silke will ans Meer

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Mit der Diagnose hat sie sich so gut es eben geht arrangiert, aber eine große Sehnsucht ist geblieben: Noch einmal das Meer sehen, die salzige Luft riechen, die Meeresbrise auf der Haut spüren. Für die schwerkranke Frau allein nicht mehr machbar - der Wunsch schien unerfüllbar.

Noch einmal nach St. Peter Ording
Pflegerin Carmen Heißenbüttel, die Silke Möller betreut, kannte den Wunsch ihrer Patientin noch einmal das Meer in St. Peter Ording zu sehen. Sie wusste Silke Möller würde es allein nicht schaffen und wandte sich daraufhin an den Wünschewagen. Nur wenige Tage später kann die Reise starten. Die gelernte Steuerfachangestellte war mit ihrer Familie früher viel am Meer, verbindet damit viele Erinnerungen an glückliche Momente.

Das Schicksal für kurze Zeit vergessen

Als Wunscherfüller Karl-Heinz Harnack die Schiebetür des Wünschewagens in St. Peter Ording öffnet, ist Silke Möller sofort in Bewegung. Der Strandrollstuhl ist zwar dabei, aber Silke Möller will lieber laufen. Sie mobilisiert alle Reserven und steuert vom Parkplatz ohne zu zögern auf das Meer zu. „Am liebsten würde ich jetzt rennen, aber das geht leider nicht mehr“, sagt sie.

Es ist heiß, der Strand gut besucht. Die Gäste schauen interessiert, als sich der kleine Tross über den Strand bewegt. Silke Möller bemerkt die neugierigen Blicke nicht, ihr Blick gilt allein dem Meer. Und als sie endlich da ist, kommt sie aus dem Lächeln nicht mehr heraus. Silke Möller jauchzt, zieht ihre Schuhe aus und steht für ein paar Minuten einfach nur im Wasser, den Blick in die Ferne gerichtet.

Der Krebs hat sie verändert. Innerlich wie äußerlich. „Dann stehst du da. Ohne Haare. Siehst aus wie ein Hund. Und fühlst dich machtlos.“ An diesem Tag, in diesen Stunden vergisst sie ihr Schicksal. Ist ganz im Hier und Jetzt. „Diese Momente, die sind unser Lohn“, sagt André Bredemeier. Es ist seine vierte Wunschfahrt. Jetzt schaut er auf die Uhr, im nahegelegenen Restaurant ist ein Tisch reserviert.

Jede Sekunde genießen
Auch im Restaurant kann Silke Möller den Blick nur selten vom Wasser abwenden. Sie fühlt sich so gut, wie lange nicht mehr. Sogar feste Nahrung kann sie zu sich nehmen. Rührei mit frischen Nordseekrabben und Bratkartoffeln. Die letzte Chemotherapie hat ihre Kieferknochen so sehr angegriffen, dass sie auf flüssige Spezialnahrung angewiesen ist.

Nach dem Essen zieht es Silke Möller zurück zum Meer. Sie kann nicht genug davon bekommen. Sammelt Muscheln und Krabben. Dann wird sie müde, André Bredemeier und Karl-Heinz Harnack bringen sie zu einem Strandkorb. Hier kann sie verschnaufen, die Sonne genießen, das Leben, den Trubel um sie herum aufsaugen: „Über das Leben an sich, darüber, dass man da ist, sollte man sich freuen. Denn jeder Tag ist ein Geschenk.“    
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Hoch hinaus für Josie

Mit ihren vier Jahren hat Josie aus Edemissen (Peine) einen großen Herzenswunsch: Noch einmal den Flughafen in Hannover sehen, auf der Besucherterrasse Flugzeuge beim Landen und Starten beobachten, ausgiebig in der Kinderecke spielen und eine kleine Flughafen-Rundfahrt machen. Der niedersächsische Wünschewagen machte es möglich und holte Josie mit ihrer Mama Janina, Papa Björn und ihrer Schwester Lina für diesen besonderen Anlass von zu Hause ab.

Im Cockpit: Für einige Momente fühlte sich Josie wie eine waschechte Pilotin - fernab von ihrem Schicksal, das sie seit Anfang August 2018 begleitet und sie dadurch von anderen 4-Jährigen Kindern unterscheidet. Das kleine Mädchen ist unheilbar an einer sehr seltenen Krebsart erkrankt.




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Stephan und Diana

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wiederholen ihr Eheversprechen auf der Seebrücke in Ahlbeck. 

Nur zwei Wochen später stirbt Stephan.        

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Den 2. Hochzeitstag auf Amrum feiern

Vor zwei Jahren haben Felica und Robert P. auf Amrum geheiratet. Nun wollte die unheilbar erkrankte 31-Jährige noch einmal mit ihrem Mann auf die Insel, um den feinen Sand unter sich zu spüren und von liebgewonnenen Orten Abschied zu nehmen.

Unsere Wunscherfüller begleiteten das Paar drei Tage lang auf die Ferieninsel und machten alles möglich, was gewünscht wurde. Auch die Windmühle bei Nebel, wo sich das Paar vor zwei Jahren das Ja-Wort gab, wurde besucht. Nur den einen, den sehnlichsten Wunsch, den Frau P. immer wieder formulierte, kann ihr leider niemand erfüllen: "Ich möchte wieder gesund sein."

Auch für unsere Wunscherfüller ist diese Machtlosigkeit nicht immer leicht. Dafür konnten sie dem Paar drei wunderbare, gemeinsame Tage voller schöner Erinnerungen schenken.
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Der Elbstrand

Der Elbstrand Bielenberg war der Wunsch von Sylvia S. Die schwerkranke 66-Jährige wollte noch einmal in Begleitung ihres Mannes, ihrer Tochter und ihres Schwiegersohns den Sand und das Elbewasser an den Füßen spüren, noch einmal mit der Familie am heimischen Kaffeetisch zusammensitzen und zum Abschluss im Schatten des Apfelbaumes den Garten genießen.

Am Startpunkt, dem Johannis Hospiz in Elmshorn, wartete eine aufgeregte Frau S., doch schon während der Fahrt sprang die Aufregung in Vorfreude über. Der Wünschewagen Schleswig-Holstein konnte direkt vor dem "Strandfloh" parken, auf Trage und Tragestuhl ging es mit den Füßen in den Strandsand, Die Flut spielte mit, so dass Frau S. kurze Zeit später auch das erfrischende Elbewasser an den Füßen spüren konnte.

Strahlende Augen, ein tiefes Lächeln und Füße, die ein ganzes Leben getragen haben, ein letztes Mal den Sand berühren zu sehen, war für die beiden Wunscherfüller der schönste Lohn des Tages.
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Franziska und die Delphine

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Die 20-jährige Franziska liebt Delphine. Ihr größter Herzenswunsch war es, einmal einen Delphin zu streicheln. 

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Der Traum vom Fliegen

Einmal noch abheben, dieses Kribbeln im Bauch spüren, den Wolken ganz nah sein – der 7-Jährige Julius ist ein echter „Luftikus“, liebt Flugzeuge, Luftschiffe, Heißluftballons. Der kleine Junge aus Heiligenhaus bei Essen hat Krebs im Endstadium.

Mama Melissa wollte ihrem Sohn so gerne noch einmal eine Fahrt mit einem Zeppelin ermöglichen, ihn noch einmal von Herzen lachen sehen. Also wandte sie sich an das Wünschewagen-Team Nordrhein-Westfalen.

Die Herausforderung: Beim anvisierten Wunschtermin waren alle Fahrzeuge in NRW bereits im Einsatz. Kein Problem: Spontan sprangen die Samariter vom Wünschewagen Niedersachsen ein. Die niedersächsischen Wunscherfüller brachten Flug-Fan Julius samt Mutter und Opa zum Mühlheimer Luftfahrtunternehmen WDL, dass ihn mit dem Zeppelin D-LDFR anderthalb Stunden in bis zu 600 Metern Höhe übers Ruhrgebiet kreisen ließ.

Nach der luftigen Fahrt gab es für Julius noch Pommes und Eis – ein rundum gelungener Tag also.
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Siggis letzter Urlaub

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Siegfried Schneider lebt im Hospiz. Aber er weigert sich das unausweichliche zu akzeptieren, er will leben, bis zuletzt: Und an einem kalten Tag im Dezember bedeutet dies: "Ich will nach Holland.“

Siegfried Schneider, den alle nur Siggi nannten, verstarb einen Monat nach der Fahrt. 
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Tabea und die Elefanten

"Davor habe ich am meisten Angst: Dass es morgen vorbei sein kann“, Tabea König weiß, dass sie bald sterben wird. Die 28-Jährige hat Brustkrebs im Endstadium, Metastasen haben bereits das Gehirn erreicht.

Ihr größter Wunsch: noch einmal einen Elefanten streicheln. Von ihrer Schwester Christiane bekam sie dazu einen Gutschein für eine Elefantenbegegnung im "Stuttgart Wilhelma Zoo" geschenkt. Die Wartezeit beträgt normalerweise mehrere Monate - Zeit, die Tabea nicht mehr hat. Ihr Mann Patrick schaltet daraufhin den Wünschewagen ein.

Die Wunscherfüller arrangieren den Zoobesuch und Tabea kann ihren Elefanten endlich nah sein. Der Moment, auf den sie so sehnsüchtig gewartet hat. Das junge Paar genießt die Zeit, lebt jede Sekunde ausgiebig. Sie können die Krankheit für kurze Zeit vergessen. "Es lohnt sich, dass man lebt. Es lohnt sich, dass man mit seinen lieben Menschen Zeit verbringt. Und das muss man nutzen. Jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde."

Tabeas großer Wunsch wurde von Stern TV begleitet und im Juli 2018 ausgestrahlt. Sie konnte den Beitrag noch sehen, nur drei Wochen nach der Fahrt verstarb sie.
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Die Hochzeit der Kinder

Ein schwerkranker Vater kann die Hochzeit seines Sohnes miterleben: 

Der Wünschewagen Brandenburg bringt seinen Fahrgast vom Hospiz zum Standesamt. Aufgeregt und freudestrahlend sitzt er auf seiner Bettkante. Von der Erkrankung bereits schwer gekennzeichnet, spielt alles keine Rolle - es geht nur um die Hochzeit seiner Kinder und das er dabei sein kann.

Alles was an diesem Tag um ihn herum geschieht saugt er auf: Empfang, Trauung, Anschnitt der Hochzeitstorte, das Lachen seiner Kinder und der Hochzeitsgäste. Und auch die vielen Gespräche. Als unser Fahrgast am Abend zum Brautpaar und den Gästen spricht, fließen viele Tränen. Auch Tränen des Glücks - an diesem besonderen Tag den geliebten Vater bei sich zu haben:

"Vielen Dank für diesen wunderschönen Tag und vergesst nicht zu leben, es kann so schnell vorbei sein."
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Einmal noch...in den Biergarten

Die 34-Jährige Svenja war ein Mensch voller Lebensfreude und unbändigem Lebenswillen. Ihren Weg mit einem seit 2011 bestehenden Nebennierenkarzinom beschrieb sie eindrucksvoll auf ihrer Facebook-Seite Svenja Will Leben.

Am 27. April verstarb sie nach einem langen Kampf gegen den Krebs...Noch am 18. April erfüllte unser Wünschewagen Svenja auf Anfrage ihres Palliativteams einen letzten Wunsch, da sie für einen Transport zur Besichtigung eines Hospizes aufgrund der Metastasen an der Wirbelsäule nicht mehr laufen und durch die zunehmende Schmerzproblematik ans Pflegebett gebunden war. Besonders freute sie sich darüber, dass neben ihrem Mann Sven auch ihr Hund Zoe sie auf der Wunschfahrt begleiten durfte.

Nach der Besichtigung sollte für Svenja aber noch ein weiterer Wunsch in Erfüllung gehen: ein Besuch im "Uferstüble", einem Biergarten, der von Freunden betrieben wird.

Unsere Wunscherfüller holten Svenja also vormittags ab und fuhren dann gemeinsam ins Hospiz. Im Anschluss an die Besichtigung ging es direkt weiter zum Biergarten. Der herzlichen Begrüßung durch die beiden Besitzer Silke und Orhan folgte eine wundervolle Bewirtung für Svenja, ihre Begleiter sowie Freunde und Angehörige, die sich von Svenja an diesem sonnigen Nachmittag verabschiedeten...
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Ein letztes Mal in die Berge

Hoch in die Berge ging es für den Ludwigsburger Wünschewagen: Herr Zeizinger wollte noch einmal in die Berghütte Hochleite im Stillachtal bei Oberstdorf. Seit mehr als 20 Jahren gehören der 59-Jährige und seine Familie zu den regelmäßigen Besuchern.

Dank einer Ausnahmegenehmigung durfte der Wünschewagen bis ganz nach oben fahren, normalerweise muss die Strecke zu Fuß zurückgelegt werden – das wäre für den an Krebs im Endstadium erkrankten Herrn Zeizinger aber nicht mehr möglich gewesen.

Als der Wünschewagen vorfuhr, staunten die Gäste des Berggasthofes nicht schlecht. Herr Zeizinger nahm es mit Humor: „Jetzt bin ich der Star hier.“ Er genoss die Zeit im Kreise seiner Familie, den Blick in die Berge und ließ sich sein Bier sichtlich schmecken. Immer wieder sagte er: „Ist das schön!“

Nur vier Tage später starb er.
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Einmal noch zu Matthias Reim

Kurz vor dem Jahreswechsel hat sich Annette Kirschs sehnlichster Wunsch erfüllt: ein Besuch des Konzerts von Schlagerstar Matthias Reim in Rostock.

Unsere beiden Wunscherfüller holten die unheilbar erkrankte 45-Jähige aus dem Pflegeheim in Elmshorn ab und gemeinsam mit ihrer Schwester und Betreuerin Christel Koch ging die Reise los.

Seit fast 30 Jahren ist Annette Kirsch ein Fan von Matthias Reim. Ihr ganzer Stolz: Ein etwa 25 Jahre altes Foto, das sie gemeinsam mit ihrem Idol zeigt. Nichts wünschte sie sich mehr, als ein Autogramm auf diesem Foto - und ein weiteres auf ihrem T-Shirt, in dem sie auch beerdigt werden möchte.

Zu ihrer großen Freude sollten alle Wünsche in Erfüllung gehen. Bei den Zugaben war Annette Kirsch kaum noch zu halten: Klatschen, die Arme in die Höhe und mitgemacht. Grenzenlos war die Begeisterung dann beim Treffen mit Matthias Reim im Backstage-Bereich, für das sich der Star viel Zeit nahm. Zur großen Freude seines überglücklichen Fans erinnerte er sich sogar an die Begegnung vor 25 Jahren in Hamburg.

Sehr einfühlsam schenkte er Annette Kirsch, die sich nur noch über Mimik, Gestik und Buchstabentabelle verständigen kann, ein unvergessliches Erlebnis.
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Einmal noch nach Rerik

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Noch einmal auf den Lieblingscampingplatz

Noch einmal nach Klein Waabs auf den Campingplatz sollte es gehen. Dieser Wunsch wurde am 10. August der 48-Jährigen schwerkranken Annette B. erfüllt. Mit von der Partie waren ihr Mann, ihr Sohn und Dackel Kalle.

Wunscherfüller Hans-Rudolf Lefs beschreibt die Fahrt:

"Am Hospiz wurde ich schon von Herrn B. und dem Sohn freudig empfangen. Julia, die begleitende Hospiz-Schwester, war gerade damit fertig geworden, Frau B. reiseklar zu machen. Somit konnte die Fahrt zügig begonnen werden. Auf dem Campingplatz angekommen, war die Freude bei Familie B. riesig. Denn sie hatten es nicht für möglich gehalten, noch einmal alle zusammen einen Tag in ihrem Wohnwagen zu verbringen.

Nach einer längeren Ruhepause, die Frau B. nach der anstrengenden Fahrt brauchte, fuhren wir zu einem in der Nähe liegenden Strandbereich. Dort war es möglich, Frau B. den Wunsch zu erfüllen, noch einmal die geliebte Ostsee zu fühlen. Wir schoben sie so weit mit dem Rollstuhl ins Wasser, bis sie ihre Füße hineinstellen konnte. Das war für die Familie ein sehr emotionaler Augenblick.

Danach fuhren wir wieder zum Wohnwagen. Dort musste sich Frau B. erst einmal erholen. Weil sich ihr Allgemeinzustand leider verschlechterte, konnten wir den geplanten Besuch in der Lieblingspizzeria nicht mehr machen. Da die Wünsche erfüllt waren, welche Frau B. und ihrer Familie am wichtigsten waren, entschlossen wir uns, noch am Abend zurück zum Hospiz zu fahren. Dort hatte sie doch mehr Bequemlichkeit als in dem engen Wohnwagen, um sich an den schönen Tag zurückzuerinnern."
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Ein letztes Mal ins Musical

Noch einmal ins Musical...Herr Migura (50) aus Pforzheim ist austherapierter Krebspatient und hatte den großen Wunsch, einmal ein Musical zu besuchen. So ging es für ihn zum Musical "The Bodyguard" nach Stuttgart.

Dort erlebte Herr Migura nicht nur eine mitreißende Show, sondern durfte auch eine Rundführung der besonderen Art genießen: Die Bühne, der Kostüm-Fundus und alle Abläufe vor, während und nach der Aufführung wurden ihm ausführlich erklärt und gezeigt.
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Abschied von den geliebten Bergen

Unser Münchner Wünschewagen feierte am Nikolaustag 2018 ein tolles Jubiläum:

Seine 100. Fahrt führte an den Spitzingsee, am Fuße der Schlierseer Berge. Es ist Marion Völkls letzter Wunsch: Sie möchte noch einmal die schneebedeckten Gipfel sehen, Alpenluft atmen, noch einmal einen Ausflug machen.Die 59-Jährige leidet an Brustkrebs im Endstadium, kann nur noch liegend transportiert werden. Mit dabei sind Ehemann, ihre drei Kinder und zwei Enkelkinder. Sie genießen jede gemeinsame Minute - zur Feier des Tages ausgestattet mit Niklausmützen, Weihnachtspullovern und rot-weißen Kuschelsocken für die Mama. Es ist für alle ein unvergesslicher Tag.

Marion Völkl hat am 1. Weihnachtsfeiertag ihren Kampf gegen den Krebs verloren.

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Mit der Oma ein letztes Mal ans Meer

Die schwerkranke Waltraut Kunst wollte noch einmal das Meer sehen. Gemeinsam mit ihrem Mann Helmut, Tochter Barbara und Enkelin Anna erfüllte ihr der Wünschewagen Mecklenburg-Vorpommern diesen letzten Wunsch.

Ihre Tochter Barbara erzählt: „Solange wir denken können, war das Meer der schönste Ort für unsere Mutter. Wir lebten früher in Stralsund, nur einen Steinwurf vom Strand entfernt. Mit der Fahrt ist für uns ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen. Der emotionalste Moment war dann direkt am Meer. Wir hatten vier wundervolle Begleiter dabei, die es auf sich genommen haben, den schweren Rollstuhl wirklich bis ans Meer zu ziehen. Das war unglaublich. Ebenso dass meine Mama, die sich nicht mehr wirklich artikulieren kann, im Bett lag und dann plötzlich ‚Danke’ sagte. Das war ein unvergesslicher Moment.“
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Einmal noch...ins Legoland

Der 28-jährige Christopher ist großer Modellbau-Fan. Sein großer Wunsch: Einmal ins Legoland Deutschland zu fahren. 

Schon kleine Bewegungen bereiten dem an Muskeldystrophie Duchenne Erkrankten große Schmerzen. Sitzen ist gar nicht mehr möglich...Dank unserer Wunscherfüller ging sein großer Traum aber in Erfüllung und das Team begleitetete Christopher, seinen Vater, seinen Bruder mit Freundin und zwei Pflegekräfte ins Legoland.

Im Legoland angekommen genoss Christoph die Ausstellung, die Sonne und den gemeinsamen Ausflug. Auf dem Rückweg durch Bopfingen konnte der 28-Jährige auf der Trage liegend seinen Wohnort nach vielen Jahren wieder einmal sehen. Seine Pflegekräfte erzählten ihm dabei, welche Gebäude neu erbaut wurden. Christopher genoss die Fahrt und jauchzte vor Freude: „Ist das toll!“

Im Anschluss an die Wunschfahrt fragte sein Pflegedienst unser Wünschewagen-Team, wo sie eine Trage besorgen könnten, um Christopher die Möglichkeit zu bieten, ab und zu mal den Garten zu genießen. Nach kurzer Abstimmung mit der Rettungswache organisierten die Wunscherfüller eine entsprechende Trage und stellten Christopher diese am 15. Oktober kostenlos und so lange er sie benötigt zur Verfügung. An diesem Tag gab es bei allen Freudentränen. Nun kann Christopher kleine Ausflüge auf die Terrasse machen und die Sonne genießen: „Endlich kann ich wieder mein Bett verlassen.“
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Einmal noch Jubeln

Als eingefleischter Fan verpasste Karin Behrendt bisher kaum ein Spiel ihrer Eishockeymannschaft Crocodiles Hamburg. Zu Autogrammstunden brachte sie einigen Spielern sogar kleine Geschenke mit. Doch in der Sommerpause erkrankte die 75-Jährige schwer.

Ohne Hilfe konnte sie kein Heimspiel ihrer Eishockeymannschaft mehr besuchen. Ihre Familie wandte sich daher an den Wünschewagen Hamburg, der wiederum den Eishockey-Sportverein und zwei ehrenamtliche Begleiterinnen mobilisierte. Mit dem Wünschewagen holten die beiden Ehrenamtlichen Karin Behrendt im Hospiz Leuchtfeuer ab und brachten sie in die Eishalle Farmsen, wo ihre Familie bereits wartete. Von ihrem Platz aus hatte sie eine gute Sicht auf das Spielfeld und feierte den 4:1-Sieg ihrer Herzensmannschaft gegen die Hannover Scorpions.

Am Ende waren es die Spieler, die ihr Respekt erwiesen und sich für ihre jahrelange Unterstützung mit einem laustarken UFFTA bedankten. Crocodiles-Spieler Tobias Bruns: „Fans, Team und Verantwortliche haben gezeigt, dass die Crocodiles eine große Familie sind. Karin Behrendt ist eine von uns.“

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Abschied von Zinnowitz

Noch einmal das weite Meer sehen – das wünschte sich Reimund Wolffs. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Marina war er oft in Zinnowitz, liebt den Strand, die Luft, das Meer. Heute werden sie zum letzten Mal gemeinsam hier sein, die Ärzte geben dem sterbenskranken Reimund Wolffs nur noch Tage.

Das Ehepaar, das seit 40 Jahren verheiratet ist, möchte noch einmal die Orte sehen, die ihnen so viel bedeuten. Dank der Panoramaverglasung des Wünschewagens können sie jeden Meter der Fahrt sehen und genießen. Auch eine Tour durch ihre ehemalige Ferienwohnungssiedlung ist dabei. Bevor es zur Seebrücke geht, muss unbedingt noch ein Fisch gegessen werden. Am liebsten Hering – so wie früher im Urlaub. Bis zu vier Mal im Jahr waren die Wolffs auf Usedom, heute werden sie die Seebrücke zum letzten Mal entlang gehen. Die Sonne strahlt, das Meer ist spiegelglatt, der Sonnenuntergang atemberaubend.

Als sie am Abend zurück ins Hospiz fahren, nehmen Marina und Reimund die Erinnerungen an diesen wunderbaren und unvergesslichen Herbsttag mit.
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Den 6. Geburtstag zu Hause feiern

Unser Fahrgast wollte seinen 6. Geburtstag zuhause feiern. Dafür holte ihn das Wünschewagen-Team aus dem Kinderhaus AtemReich ab. Dort werden Kinder betreut, die nicht in der Lage sind selbständig zu atmen. Nach der Verstauung der medizinischen Geräte, ging die Fahrt im - mit bunten Luftballons geschmückten - Wünschewagen nach Hause, wo die Geburtstagsgäste bereits auf ihn warteten.
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Sylvia Bauer auf Husum

Sylvia Bauers Herzenswunsch: Sie wollte noch einmal Husum sehen. Ihre Eltern wurden in der nordfriesischen Stadt geboren, sie selbst hat sehr viel Zeit dort verbracht und ein Teil ihrer Familie wohnt noch immer da.

Unsere Wunscherfüller haben sie, zusammen mit ihrer Freundin Steffi, aus dem Elmshorner Johannis Hospiz abgeholt. Erstes Ziel war das Wasser. Im Rollstuhl warm eingepackt genoss Frau Bauer eine schöne Spazierfahrt am Deich. Die schwer erkrankte 47-Jährige war so glücklich die frische Nordseeluft zu riechen, dass sie in dieser Zeit auf ihren Sauerstoff verzichtete.

Im Restaurant wartete ihre Cousine, die alte Fotoalben mitgebracht hatte. Kindheitserinnerungen wurden ausgetauscht, es gab viel Gelächter und kaum Gedanken an die Krankheit. 
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